INSWINGTIEF CD: Beyond Swing
- Artikel-Nr.: GG10737
Beyond Swing Nach dem kulinarisch inspirierten Album „homecookin’“ von 2022 gibt es nun mit „Beyond Swing“ einen ordentlichen Nachschlag der Würzburger Band „Inswingtief“. Auch diesmal haben Thomas Buffy (Violine), Stefan Degner (elektrische Jazz-Gitarre), Sabrina Damiani (Kontrabass) und Felix Leitner (Gypsy-Gitarre) ein ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehendes Konzertprogramm gemeinsam mit viel Liebe zum Detail arrangiert und an dessen Live Präsentation gefeilt. Wie der Titel bereits vermuten lässt, gibt es mit „Beyond Swing“ neben den unstrittig größten musikalischen Einflüssen, Swing und Jazz-Manouche, wieder eine ganze Menge weiterer Facetten zu entdecken, die den Ideenreichtum und die Experimentierfreude der vier Musizierenden widerspiegeln. So wagt die Band, die es mit den Genre-Grenzen ohnehin noch nie so ganz genau genommen hat, diesmal charmant unbekümmert weitere Ausflüge in Tango, Folk & Klezmer, zitiert aus französischem Musette-Walzer, Funk, Bossa Nova und Calypso und zelebriert getragene Balladen mit wunderschönen Melodien. So abwechslungsreich und farbenfroh es auf „Beyond Swing“ aber auch zugehen mag, so versuchen die vier Unterfranken doch keineswegs ihre musikalische Kernkompetenz zu verleugnen. Der Swing durchdringt wie selbstverständlich immer wieder die eingängigen Themen, geschmackvollen Arrangements und virtuosen Soli und verpasst dem Inswingtief-Sound dadurch eine augenzwinkernde Leichtigkeit, der man sich unmöglich entziehen kann. Mit viel Freude am Filigranen und immenser Musizierlaune überzeugt Inswingtief auch die Presse. So wurde die Band 2020 durch das Votum der Hörenden vom Radiosender BR2 des Bayerischen Rundfunks zur besten musikalischen Entdeckung des Jahres gekürt. Das Studioalbum „homecookin’“ war nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und führte die Band als Kulturbotschafter Unterfrankens nach Calvados (FR). Daneben wurde das Quartett für das langjährige ehrenamtliche Engagement im Rahmen der Würzburger Gypsy Jazz Jam-Session im Herbst 2024 mit der Kulturmedaille der Stadt Würzburg ausgezeichnet
Tracklist 1) Deging at Stompa: Ein stattlicher Swing, gewidmet dem jägernden Onkel
2) Hier pfnakelt’s: Einem blumigen niederbayerischen Ausdruck für olfaktorische Fehlnoten gewidmet.
3) Valse du Chevauchement: Der Musette-Walzer dieser Platte – quasi ein Souvenir aus dem Urlaub.
4) Pavillon Swing 2023: Musik für Balthasar Neumanns Gartenpavillon während einer lauen Sommernacht in Randersacker.
5) Calypso: Ein bisschen Insel-Sound für zwischendurch.
6) Blues for Emily: Eine Hommage an die Gitarristin Emily Remler.
7) Fromage à Django: Ein flotter Swing, wie ein gut gereifter Käse. Gewidmet dem kleinen Feinkostladen des Ehepaares Hammer.
8) Tango Degnerale: Ein Tango, der dem Swing dann doch nicht ganz entsagen kann und zum Schluss nicht nur die Stilistik, sondern auch noch die Tonalität aufgibt.
9) Con Fermentation: Ein swingendes Bebop-Thema über die Akkorde von „Confirmation“. Hier in Eb.
10) Hymne für den heiligen Intonatius: wenn lebenslanges Üben nichts hilft, wird die Geige eben gleich ganz verstimmt, um den Intonationsheiligen zu besänftigen. Quartskordatur, Ukulele und Steelstring-Gitarre lobpreisen himmlisch.
11) Sophia’s Song: ein kleiner Bossa für ein mittlerweile gar nicht mehr so kleines Mädchen im Bigband-Sound für vier Saiteninstrumente.
12) Wesamoi: Dem swingenden und funky Oktavspiel Wes Montgomery’s gewidmet.
13) Charade: Ein langsamer Walzer, bei dem nie restlos geklärt wird, wer hier eigentlich die Hauptrolle spielt.
14) La zanzara mortale: Musikalische Erinnerung an den letzten Italienurlaub und einen, bedingt durch die Jagd auf eine impertinente Stechmücke, gebrochenen Fussknochen. In der Folge der tragischen Ereignisse war der geplagte Geiger mehrere Wochen auf einen Rollstuhl und die Großherzigkeit der Bandkolleg:innen angewiesen.
15.) La douze triste: Zwölf traurige Takte zuerst mit Gitarre und dann mit Violine – eröffnet mit einem Intro der Jazzgitarre.